Berichte von 06/2014

Montag, 23.06.2014

23. Juni 2014

Noch ein paar Bilder:

Das einzige komplette Familienphoto das ich habeChacha + Dangdang Chacha <3 Die Masseure und ich

Sonntag, 22.06.2014

22. Juni 2014

Ich bin wieder da :) Bin immernoch müde wegen meines Jetlags aber wollte mal kurz vorbeikommen um zu sagen, dass ich gut angekommen bin und was mit so erstmal in DE aufgefallen ist.

  • der Flughafen in München kam mir wie eine Beerdigung vor, weil alle so leise und ernst waren. War aber dann besser als ich in Berlin angekommen bin.
  • Sauberer als ichs in Erinnerung habe
  • Ich komm hier mit dem Essen nicht klar, es kommt mir alles so seltsam und gemüselos vor.
  • Es ist sooooooo kalt hab mich schon erkältet -.-

 

 

Mittwoch, 18.06.2014

18. Juni 2014

Meine Taschen sind gepackt, morgen früh geht's nach Beijing. Ich kann wirklich nicht glauben, dass heute schon mein letzter Tag in Nanchang ist. Es fühlt sich überhaupt nicht so an. Und übermorgen flieg ich schon zurück nach Berlin o.O Die 10 Monate gingen so schnell vorbei (bis auf die letzten paar Tage, die sich wie eine Ewigkeit angefühlt haben). Heute werde ich noch ein bisschen Essen kaufen um meine Tasche randvoll zu füllen und vielleicht nochmal zur Massage.

Gestern war ich auf dem Riesenrad hier. Leider haben wir nicht wirklich viel gesehen, weil es ein veregneter Tag war aber ich kann wenigsten sagen, ich war auf dem zweithöchsten Riesenrad der Welt.  

Dingding wurde übrigens auf Chacha umbenannt.

Becky & ich vor dem Riesenrad Dangdang, der nicht duschen will.

Mittwoch, 11.06.2014

11. Juni 2014

In neun Tagen bin ich wieder in Berlin :) Ein kleines Update, was ich in den letzten Tagen mache: warten. Hier ist nichts mit noch die letzten Tagen richtig ausschöpfen und genießen. Eigentlich ein bisschen Schade, aber in meinem Kopf bin ich schon wieder zurück in Berlin :/ Diese Woche geht hauptsächlich um Geschenke. Für meine Gastfamilie, Freunde und Lehrer. Frau Li hat mir heute mitgeteilt, dass ich morgen den Schulleiter treffe, um mich zu verabschieden. Schnell noch ein Geschenk besorgt. Meine Chinesischlehrerin hatte mir geraten, irgendwas schönes deutsches was er sich auf den Tisch stellen kann zu besorgen. Ich hab aber leider nichts und auch keine Zeit was zu besorgen, also habe ich Bier gekauft (haha, mag sich vielleicht ein bisschen billig anhören, so Bier als Geschenk. Aber in China geht das völlig durch, so leckeres Deutsches Bier nach Reinheitsgebot von einem hübschen deutschen Mädchen ;) Ein Bierkrug wär ein gutes Geschenk fällt mir gerade ein. Egal, ehrlich gesagt habe ich von meinem Schulleiter das ganze Jahr lang nichts gehört außer schlechte Geschichten...)

Miss Li kriegt ein Haufen deutsche Lebensmittel und für meine Tanzlehrerin hab ich Wein gekauft. Ich hoffe die verstehen alle, dass das von Herzen kommt :( Chinesen haben ja immer Probleme mit offenen Gefühlen. 

Nächste Woche werde ich dann meine Tasche entgültig packen. am 17 & 18. hat meine Gastschwester Ferien, da können wir noch was schönes unternehmen und am 19. flieg ich morgens nach Beijing und einen Tag später nach Beeerrllliiiiin <3 Ich glaube ich werde die ganze Zeit Leite umarmen wenn ich zurück bin. Diese ganze Berührungsangst von Chinesen kann auf Dauer echt nervig/einsam sein. 

Andere Dinge auf die ich mich freue: Cornflakes,Baden (Badewanne+Schwimmbad), mein Zimmer (wobei ich da noch 2 Wochen extra warten muss, bis ich einziehen kann), Orientierungslauf und natürlich meine Schwester, Familie, Freunde & Berlin :) (Whhhuuaaa und ich kann zu dem Mauerstück gehen auf dem Gaga meditiert hat) 

 

PS: Zwei Freunde von meinem Gastbruder haben einen neuen Hund, der heute Nacht bei usn übernachtet. Die gleiche Hunderasse wie Dangdang (Tollpudel), heißt Dingding (叮叮) und ich 3 Monate alt >.< Und es ist so witzig weil er immer so unsicher aussieht und nicht weiß, was er machen soll. Er hat aber auf mein Bett gepinkelt -.- Egal, er ist so süß ihm kann ich alles verzeihen. Dangdang ist jetzt ein bisschen stinkig, weil er nicht mehr die volle Aufmerksamkeit kriegt. 

Mittwoch, 04.06.2014

4. Juni 2014

Wir ihr bestimmt wisst, ist heute der 25. Jahrestag des Tiananmen-Massakers. Dass das in den Chinesischen Nachrichten oder irgendwo erwähnt wird, hatte ich natürlich nicht erwartet, also habe ich mal meine Schwester gefragt, was sie darüber weiß (oder nicht weiß).

Das erste was sie mir gesagt hat, war, dass es nicht „Massaker“ (屠杀) sondern „Event“ (事件) heißt. „Denn Massaker sind Events, bei dem viele Menschen umgebracht werden, z.B. wie beim Nanjing Massaker, bei dem Japaner 3 Millionen Chinesen ermordet haben. Was in Beijing passiert war gar nicht so eine große Sache“

 

Die Version, die sind in der Schule lernt:

Demonstranten waren Teil einer religiöse Extremistengruppe, die ihre Mitglieder alle einer Gehirnwäsche unterzogen hat. Sie haben sich am Tiananmenplatz selbst angezündet. Diese Extremisten wohnen heute in Taiwan, Hong Kong und anderem Ausland und führen ihre religiösen Praktiken weiter. Diese Gruppe hat viele Bücher gedruckt, in der sie ihre Version der Geschichte erzählen, nämlich dass die Regierung kam und die Demonstranten getötet haben.

 

Dann hat sie mir noch zwei Geschichten dazu erzählt:

  1. Ein Mitglied dieser Extremistengruppe hatte eine 12jährige Tochter und hat sie dazu überredet, sich auch selbst anzuzünden, um an einen besseren Ort zu kommen. Das Mädchen hat es gemacht und überlebt. Später wurde sie von Journalisten interviewt und hat gesagt, dass ihre Mutter sie betrogen hat.
  2. Die Extremistengruppe hat wohl einen Stein mit Erde gefunden, die den Satz: „Die Volkspartei China hat getötet“ bildet, ohne Menschenhand geschaffen-

 

Die Einstellung meiner Schwester dazu war eher achselzuckend. „Wer weiß, was wahr ist. Ist schon eine lange Zeit her.“  Ich denke, dass sie mehr die chinesische Version glaubt, weil sie immer und immer wieder wiederholt hat, dass die Version der „Extremistengruppe“ auch nicht unbedingt stimmen muss (Sie weiß, dass ich in dem Museum in Hong Kong war). Letztendlich interessiert sie sich nicht wirklich dafür.

 

 

Dienstag, 03.06.2014

Longhu & Sanqing Berg

Gestern war das Drachenbootfestival, also nationaler Feiertag. Weil selbst meine Schwester frei hatte, sind wir mit Verwandten und Freunden für zwei Tagen weggefahren. Samstag Abens, nachdem meine Schwester von der Schule nach Hause gekommen ist, sind wir losgefahren nach Guixi, die Stadt in der meine Gastgeschwister aufgewachsen sind (in Jiangxi). Abends hat mir meine Gastschwester ihre alte Schule gezeigt und den Ort, an dem sie gewohnt haben. Das ist ganz nah an einer großes Kohlefabrik dran, also alles eher nicht so schön. Am nächsten Tag haben wir eine Floßfahrt beim Longhuberg gemacht und danach einen Tempel angeguckt. Abends sind wir zu einem anderen Hotel gefahren, das richtig in den Bergen war. Das war richtig schön, eigentlich eher wie ein Feriendorf, denn jeder hatte seine eigene kleine Hütte. Montagmorgen sind wir dann mit einer Seilbahn zum Sanqingberg gefagren (Die Bahnstation war auf 1200m und der Gipfel 1800m). Von da aus sind wir dann den ganzen Vormittag rumgewandert. Ab der Hälfte haben wir uns in zwei Gruppen eingeteilt, weil manche schon erschöpft waren und runtergehen wollten. Ich bin dann mit meinem Gastvater, Tanten, einem Freund und einem Guide noch 2 Stunden auf den höchsten Gipfel gegangen. Danach sind wir wieder mit der Seilbahn runter und nach dem Mittagessen zurück nach Nanchang.

Meine Gasteltern auf dem Floß Snackverkäufer Meine Eltern kaufen Zongzi & Gurken Fischer-Performance 人山人海 Menschenberge, Menschenmeer Daoistischer Tempel Minwan Berghotel Tor zur Seilbahn Gastmutter

 

PS: Jetzt habe ich einen schönen fetten Sonnenbrand -.-