Sonntag, 22.12.2013

Reise nach Yunnan

Die letzte Woche verbrachte ich in der Provinz Yunnan, die als schönste von ganz China gilt. Schön war sie, aber für mich vor allem kalt. Ich hätte nicht erwartet, dieses Jahr noch Schnee zu sehen. Das tat der Landschaft aber gut, denn wenn nicht gerade alle blüht, ist es glaube ich ziemlich langweilig.

Am Morgen des 15. wurde ich von meinen Gastgeschwistern zum Flughafen gebracht. So weit unproblematisch, bis ich im Flugzeug saß, und eine Durchsage kam, dass sich der Flug wegen „下雪“ (Xiaxue, Schnee) verzögern wird. Dann gab es erstmal Essen, das den Chinesisches-Essen-Standards in Deutschland nah kam. Um 20.40 Uhr ging es endlich los, eine panische SMS an AFS, dass sie bitte auf mich warten sollen, hatte ich schon verschickt. Der Flug war bis auf die letzte halbe Stunde unproblematisch, in der es auf einmal zu Turbulenzen kam. Und zwar nicht „es wackelt ein bisschen“-Turbulenzen, sondern „es fliegen Magazine durch die Gegend und die Passagiere hüpfen auf ihren Sitzen“-Turbulenzen. Manche Leute mögen sowas ja, ich habe einfach nur gebetet, dass das Flugzeug sich nicht auf den Kopf stellt und ich so schnell wie möglich in Kunming ankomme.  Wenn ich durchgeschüttelt werden will, fahre ich mit der Achterbahn.

Glücklicherweise ist alles gut gegangen, und ein AFS-Volunteer  hat mich sogar 23.00 Uhr vom Flughafen abgeholt. Der Flughafen hat übrigens die gleiche Architektur wie der in Beijing. Als wir zum Shufflebus gegangen sind, hat es geschneit J . Im Bus ist mir aufgefallen, dass in Yunnan astreines Hochchinesisch gesprochen wird und auf einmal konnte ich so viel verstehen! Gegen halb zwei kamen wir im Hotel an und mir wurde der Zimmerschlüssel gegeben. Zu blöd, dass meine Zimmernachbarin von Innen abgeschlossen hatte. Klopfen, rufen, nichts weckte sie auf. Mit der Hilfe von ein paar Italiener und Deutschen (die ein Zimmer nebenan hatten) wachte sie endlich auf (Wir haben ihr Zimmer angerufen). Das Zimmer bestand aus zwei großen Räumen, und sie war in dem am weitesten entfernt von der Tür. Sie war am Anfang so verwirrt, dass sie auf meine Entschuldigungen mit „Macht nichts, ich wollte sowieso aufstehen.“ *Verwirrter Blick meinerseits* „Oh wie spät ist es? Um zwei? Okay Gute Nacht!“

Am nächsten Morgen wurden wir per Telefon von AFS 6 Uhr geweckt. Böse Überraschung: Die Dusche hat nur kaltes Wasser. Was soll‘s, es war nicht eiskalt, also schnell drunter. Schöne Überraschung: Beim Frühstück endlich alle meine Freunde wiedersehen :). Ich war übrigens nicht die letzte, die angekommen ist. Mehrere sind noch am morgen gekommen und 40 Leute steckten in ihren Städten fest, weil das Flugzeug gar nicht gestartet ist. Blöder Schneesturm! Nach dem Frühstück ging es mit dem Bus aus Kunming raus, während der uns eine Frau erklärte, wofür Yunnan berühmt ist, Berge und Nationale (Kulturelle, Völkliche?) Minderheiten. In einem kalten Restaurant (Man könnte ja wenigstens Türen haben) haben wir Mittag gegessen, Pekingente ohne Fladen :( und normales anderes Zeug. Der Reis war überhaupt nicht gut, viel zu trocken und gar nicht klebrig. So war der übrigens überall in Yunnan. Dann ging’s zum Shilin Stone Forest (Davon habt ihr bestimmt schon mal Bilder gesehen). Es war genauso schön, wie man es sich vorstellt, bloß gefällt mir nicht, wie Chinesen alles so touristisch gestalten müssen. Es sieht einfach aus wie ein Park, der do geplant wurde und dann haben die die Steine da hingesetzt, nicht umgekehrt. (Die Steine waren aber wirklich nicht aus Plastik, ich hab es gecheckt). Danach saßen wir wieder im Bus für 3 Stunden Richtung _______, einer 200 000 Einwohner Stadt, in der die meisten Leute dem Yi-Volk angehören. Abends beim Duschen fachte ich, es gibt wieder nur kaltes Wasser, bis ich auf kalt gestellt habe, und plötzlich warmes Wasser kam. Vielleicht war es auch beim ersten Hotel einfach nur falsch beschriftet.

Am nächsten Tag durften wir eine Stunde länger schlafen. Die Busfahrt sollte eigentlich nur drei Stunden dauern, letztendlich waren es fast acht. In Kunming hatte es seit 15 Jahren nicht geschneit, deswegen haben wohl alle Panik bekommen, und die Autobahn gesperrt (um sie mit Salz zu bestreuen). Es war wirklich nicht viel Schnee! In den Bergen lagen vielleicht eine 10cm, in den Städten nur eine ganz dünne Schicht. Um 16 Uhr kamen wir in Dali an. Nach dem Essen wurden wir zur „Ancient Town Dali“ und zur „Foreigner Street“ gebracht. Das war die erste Souvenierstraße, die ich in China gesehen habe. Ich habe ordentlich Dinge für mich und meine Gastfamilie gekauft, und so viel Streetfood wie möglich probiert. Das Essen im Hotel schmeckt ja sowieso nicht. Den Abend/Nacht habe ich mit Lea (Zimmernachbarin), Maija (Finnland), Molly (USA), Irene (Spanien) und Natalie (Neuseeländerin aus Malaysia) verbracht. Die sind alles super intelligent und nett und offen wie alles anderen (AFS) Austauschschüler und ich habe massenhaft über andere Länder gelernt. Und ich konnte endlich wieder über Politik (und vieeeeel über Chinas nicht so schöne Seiten) reden! Das hat mir gefehlt. Andrea ist da nicht wirklich interessiert und mit Chinesen ist das immer ein bisschen unangenehm. Ich finde es ein bisschen Schade, dass die einzige Austauschschülerin in meiner Stadt aus den USA kommt, sie kann mir nicht wirklich viel neues erzählen :/ Ich konnte endlich heiß duschen und wir hatten sogar extra Decken!

Das Frühstück am vierten Tag war das beste. Es gab Cornflakes, Toast, Marmelade,  French Toast und Pizza :) Vormittags haben wir uns eine Show des Bai-Volkes angeguckt. War nur ein bisschen Getanze und Gesinge, aber wir haben Tee bekommen. Ob das auch wirklich Bai-Leute waren, ist die Frage. Mit dem Bus sind wir danach nach Lijiang gefahren, um uns die Altstadt anzugucken. Ich habe mir einen Anhänger mit meinem chinesischen Namen machen lassen, das war super billig (10Yuan :p). Beim Abendbrot hatten wir nicht so eine Drehscheibe in der Mitte, sondern ein Feuer, auf der dann die Suppe stand. Mir ist die Frage aufgekommen: Wieso hat sich diese Kultur mit den zu vielen Gerichten durchgesetzt? Egal in welches Restaurant man geht, es gibt immer Probleme, wo man das nächste Essen hinstellen sollte. Und das Essen wird immer so schnell kalt! (Diese Untersetzter mit Kerzen gibt es nur in deutschen China-Restaurants). Weil wir keinen Drehtisch hatten, wollten wir ein paar Gerichte tauschen, damit jeder rankommt. In hab mir den Daumen verbrannt, weil ich den Teller genau dort angefasst habe, wo er heiß vom Feuer war :( Jetzt habe ich eine Narbe (aber sehr klein und unauffällig). Danach hatten wir die „Mid-Term-Orientation“. Es sollte eigentlich eine Gruppendiskussion werden, aber ich habe nicht wirklich verstanden, was der AFS-Volunteer von uns wollte. Erst ein Zitat aus unserem Lieblingssong auf unserer Muttersprach nehmen, auf Englisch übersetzen und aufschreiben (Lieblingssong auf Deutsch? Ich höre doch kaum deutsche Musik). Danach hat er vier Zettel genommen, vorgelesen und uns gefragt, ob das auch alles zu einem Song gehören könnte!? Dann hat er den Punkt aber abgebrochen, weil wir nicht genug Zeit hatten und ich habe den Sinn überhaupt nicht verstanden.  Als nächstes hatte er einen Graphen, der die Stimmung während des Auslandsjahres wiederspiegelt (X-Achse: Stimmung; Y-Achse: Zeit (Events wie Ankunft, Vertiefung der Beziehungen, Heimweh etc.) Der Graph hat leider überhaupt nicht auf mich zugestimmt. Ich war irgendwo bei „Vertiefung der Beziehungen“ (was als gute Stimmung eingezeichnet war), aber das Tief „Heimweh“, das angeblich davor sein soll, habe ich komplett übersprungen. Wie sollten auch nicht unseren eigenen Strahl malen, sondern nur einen Punkt auf dem Graphen, an dem wir uns gerade befinden. Okay das hat auch nicht viel gebracht. Dann gab e noch ein Poster, das in mehrere Teile eingeteilt war.  Host Family, Friends, Language, School und noch irgendwas anderes. Dann sollten wir Zettel mit Smiley hin kleben bei den Sachen, die bei uns gut sind, und Zettel mit dem Problem bei Sachen, die nicht so gut laufen. Ich habe ein Smiley bei Host Family hingetan und einen bei Other mit der Unterschrift „Food“ :P Die Auswertung war dann weniger lustig. Er hat gefragt, warum einer bei Host Family „Changing Behavior“ als Problem genannt hat. Das Mädchen hat dann erzählt, dass ihre Familie am Anfang total nett war, sie aber jetzt ignoriert und nur noch Essen gibt und mit ihren Lehrern über sie redet, als wäre sie eine schlechte Person. Sie wollte nicht sagen, wo sie ist, weil sie nicht will, dass das AFS in ihrer Stadt weiß. AFS in den meisten Städten soll wohl nicht so super sein. Ein Austauschschüler wollte die Familie wechseln, und AFS hat in der Email an potentielle neue Gastfamilie alles aufgelistet, was der Schüler falsch gemacht hat in der alten Familie. Auch mit meiner Gastfamilie hatte ich richtig Glück! Viele kommen nicht gut mit ihrer klar, bei mir passt das einfach perfekt. Daniela hat mir von einem Jungen in Harbin erzählt, den die Familie einfach mitten in der Nacht aufgeweckt und rausgeschmissen hat. Er wohnt jetzt erstmal in der Schule. Die meisten Leute kommen zum Glück mit ihren Familie klar, aber man kann halt auch Pech haben. Vor allem Gastfamilienwechsel ist in China relativ schwer. Sowas ist in China halt noch total neu. In meiner Schule gab es ja dieses Jahr auch nur zwei Familie, die das machen wollten, und wie haben 16 Klassen á 50 Schüler in einem Jahrgang. Viele sprechen auch Probleme nicht direkt an und gehen zum Lehrer, der das dann an die Schüler weiter gibt. Und von deinem Lehrer gesagt zu kriegen „Deine Gastfamilie denkt, du lebst bei denen wie im Hotel“ macht die Situation nur unangenehmer und hilft gar nicht.

Am Donnerstag haben wir uns den Naxi-Tempel angeguckt. Das liegt auf 3400m über dem Meeresspiegel, so hoch war ich noch nie ^^Das war alles richtig schön, so ein chinesischer Tempel und dann im Hintergrund riesige Schneebedeckte Berge. Im Hauptgebäude des Tempels gab es drei große Götterstatuen. Vor der großen in der Mitte stand ein kleines Mao-Bild. Wenn du also betest, betest du gleich Mao mit an. -.- Typisch China. Daneben saß ein Mann (Des Naxi-Volkes), der auf der Volkseigenen Schrift und Sprache geschrieben hat. Und ich hab auch noch mit 3 Räucherstäbchen gebetet. Im Tal haben wir uns dann ein Dorf, der Naxi-Leute angeguckt (die leben da wirklich). Ich kam mir immer vor, als wär das alles wie im Zoo und diese Ethnischen Minderheiten sind wie Tiere. „Guck mal, da ist ein Naxi! Er lebt im Familienband und webt Tücher. Der Naxi-Mensch hat seine eigenen Schrift und Religion“. Es kommt mir immer ein bisschen respektlos vor, das alles zu fotografieren. Aber es ist gut, dass sie nicht unterdrückt werden und so ihre ganze Kultur weiterleben lassen können.

In einem Haus des Dorfes war eine Menschenanhäufung. Ich wollte natürlich wissen, was da los ist, vor allem weil die Menge auch manchmal geschrien hat. Ein Mann ist auf glühendes Eisen getreten mit bloßen Füßen und hat es angeleckt. Länger als eine Sekunde konnte ich da nicht hingucken. Ich bekomm schon wieder Gänsehaut, wenn ich daran denke. Nach dem Mittagessen haben wir uns eine Show angeguckt. Sie war leider draußen, und es war so kalt :( Aber die Show war richtig interessant, es wurde gesungen und getanzt und geritten. Alle haben traditionelle Kleidung getragen und auf einem Screen wurde auf Englisch übersetzt, was gesagt wird. Eine Tradition dieses Volkes ist, dass sich Liebespaare, die nicht zusammenbleiben können, von einem bestimmten Berg (Der Berg, den man im Hintergrund gesehen hat) zusammen runterstürzen um für immer im Land der Liebe zusammen sein können. Sehr romantisch. Nach der Show wollte ich das Regencape, dass uns am Anfang gegeben wurde, zurückgeben und mir wurde gesagt, ich soll es einfach wegschmeißen. Ich wollte es aber auch nicht mitnehmen und habe es neben den Eingang gelegt. Hoffentlich wird es eingesammelt und wiederverwendet. Es war sogar relativ gute Qualität.

Nach der Show sind wir in eine weitere Altstadt gefahren, die für mich alle gleich aussehen. Es ist echt Schade, dass mir jetzt alles so normal vorkommt. Am Abend fand die AFS-Feier statt. In Gruppen sollten wir eigentlich Performances vorbereiten, was keiner gemacht hat. Es wurde dann hauptsächlich improvisiert. Die Party war ziemlich langweilig und wurde nur von den Kommentatoren gerettet. Die beiden (Ein Italiener und ein Amerika aus Vermont) sind echt talentiert und es würde mich nicht wundern, wenn der Amerikaner irgendwann seine eigene Talkshow bekommt. Weil wir am Samstag den ganzen Tag Bus gefahren sind, haben wir uns beim Supermarkt noch Snacks gekauft. Nachts haben wir wieder mit irgendwelchen Leuten rumgehangen, und ich habe das erste Mal in China Bier getrunken (Endlich!). Das hat aber nicht wirklich gut geschmeckt, viel zu wässrig -.- Als ich dann duschen wollte kam nur eiskaltes Wasser aus der Leitung. Dabei waren wir im gleichen Hotel wie am Tag vorher, und da hatte ich sogar heiß gebadet. (Anmerkung: Meine Gastfamilie besitzt zwar eine Badewanne, aber die wird nur zum Hund- und Haare waschen verwendet. Ähnliche Geschichten habe ich auch von anderen Austauschschülern gehört)

Am Freitag sind wir wie gesagt ganztägig Bus gefahren. Es war weniger anstrengend als erwarten. Wahrscheinlich weil wir kaum im Stau standen. Wenn man immer das Gefühl hat, weiter zu kommen, wirkt es gar nicht so lang. (Auch wenn wir stundenlang mit 20 km/h irgendwelche Schotterpisten (und wenn ich Schotterpisten sage, dann meine ich Schotterpisten) langgefahren sind). Im Restaurant, in dem wir Abendessen gegessen haben, fand übrigens zur selben Zeit eine Hochzeit statt – es fühlt sich mehr als unangenehm an, da einfach so in den Saal zu platzen aber das hat niemanden gestört. Die meisten Gäste schienen auch mehr am Essen interessiert zu sein als an der Rede des Brautpaares auf der Bühne. Da ich Sonntags schon 4 Uhr morgens aufstehen musste, habe ich die Nacht gleich durchgemacht. Erst mit einem Haufen Leute und „Werwolf“ (auch bekannt unter „Killer“, „Mafia“ oder „AFS-Volunteer“), später mit den nettesten Leute und „Truth or Dare“ auf unserem Zimmer (und Schwarzem Tee, damit ich wachbleibe). Im Bus zum Flughafen bin ich dann ständig an der Schulter meines Nachbarn eingeschlafen (In meinem Traum war es das Fenster). Der fremde Chinese war glaub ich nicht so glücklich, aber er hat sich nicht beschwert. Im Flughafen war ich dann die einzige, die ihr Ticket bei einem anderen Schalter holen musste. Zuerst habe ich das nicht gecheckt und bin allen anderen einfach hinterher getrottelt (Ich war sehr müde), der Angestellte hat mir dann gesagt, wo ich hin muss. Beim Warten am Gate bin ich die ganze Zeit rumgelaufen um nicht einzuschlafen. Ich war so froh als ich endlich im Flugzeug saß. Ich hatte einen Fensterplatz, also konnte ich, sobald ich da war die Augen zu machen, ohne noch auf die anderen Passagiere zu warten. Ich habe mich gewundert, dass es keine Sicherheits-Einweisung gab, aber die habe ich wahrscheinlich nur verschlafen. Das Frühstück im Flugzeug war nicht so der Renner. Ein süßes Brötchen (wie Rosinenbrötchen ohne Rosinen) und ein Muffin.

Mein Gastvater hat mich vom Flughafen abgeholt. Ich habe gemerkt, ich fühle mich schon Richtig zu Hause in Nanchang. Ich habe innerlich aufgeatmet, als ich endlich wieder all diese bekannten Straßen gesehen habe :) .

Alles in allem war die Reise zwar anstrengend (zu viel Busfahren) und kalt, aber Yunnan ist auf jeden Fall immer eine Reise wert. Das Beste jedoch war, mit all den anderen Austauschschülern zu reden. Dadurch bekommt man einen guten Überblick und kann sich vergleichen. Mit meiner Gastfamilie und AFS Local Chapter hatte ich echt Glück. Meine Sprachkenntnisse sind schlecht, aber das geht den meisten so. Dafür sind meine Schreib/Lesefähigkeiten relativ gut. (Anmerkung: Ich bekomme 8 Stunden die Woche Chinesischunterricht. Manchen nur 6, manche 30) Viele hängen nur mit anderen Austauschschülern rum, ich habe deshalb vergleichsweise viele chinesische Freunde (Haha es sind nicht wirklich viele, aber mehr als null). Rausgehen und Geld ausgeben mache ich sehr wenig. Viele gehen in ihren Städten in Clubs, Bars, ständig KTV oder übernachten bei anderen.

Diese Vergleiche haben mir einfach eine sehr gute Perspektive auf meine Austauscherfahrung gegeben und mir geholfen, zu entscheiden, auf was ich mich mehr konzentrieren sollte: Mehr chinesische Freunde = mehr reden + mehr rausgehen + mehr die Zeit hier genießen. Und mehr chinesisches Essen! Manche Austauschschüler essen Pizza und kaufen sich teure deutsche Schokolade. Das will ich überhaupt nicht machen. Chinesisches Essen ist einfach viel zu gut und billig. Um ehrlich zu sein versteh ich es überhaupt nicht, warum man hier Pizza ist. Die ist teuer und fettig und schmeckt viel schlechter als in Deutschland. Ich kann Pizza essen, wenn ich wieder in Europa bin. Ich bin nur einmal in China, wer weiß, wann ich zurückkomme, und bis dahin hat sich hier sowieso alles schon wieder verändert. Meine nächsten 6 Monate will ich einfach so gut wie möglich nutzen.